Flüchtlinge aus dem Kaukasus, Armenier ebenso wie Aserbaidschaner und Russen – alle treffen sie des Sommers aufeinander und bevölkern als Ladenbesitzer, Rettungsschwimmer, Karaokesänger oder einfach nur als Urlauber, die ihre Ferien genießen wollen, die Ufer des Schwarzen Meeres.
Und alles passiert an einem Ort namens „Broadway“, welcher nicht einmal auf der detailliertesten Landkarte aufzufinden ist. Broadways Einwohner auf Zeit schaffen sich eine eigene kleine Welt: eine Burg aus Wagen, Zelten oder Verkaufsbuden, willkürlich geparkt in gedrängten Reihen für nur ein paar Wochen während des Sommers. Trotz, oder vielleicht gerade wegen ihrer Kurzlebigkeit sprudelt diese Szenerie nur so vor Leben – und hat dabei nichts mit dem normalen, alltäglichen Leben in Russland zu tun.
Nachdem „Broadway – Black Sea“ bereits auf mehreren
internationalen Festivals gelaufen ist, kommt er nun also auch zu den Russischen
Filmtagen Berlin 2005. Der Regisseur Vitalij Manskij zählt zu den
bedeutendsten Dokumentarfilmern Russlands, wie viele seiner anderen Werke
ist auch „Broadway – The Black Sea“ ein preisgekrönter
Film.