„deutschland - wäre meine richtige heimat...“ porträtiert jeweils drei Aussiedlerjugendliche und Jugendliche türkischer Herkunft in Mannheim, die ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland schildern.
Der Film orientiert sich an Inhalte, die die Jugendlichen in ihrem Alltag bewegen. Anhand der Themen "Schule, Freundschaft, Migration, Aufenthaltstatus und Staatsbürgerschaft" beschreiben die Jugendlichen nicht nur ihre Probleme in der Einwanderungsgesellschaft, sondern deuten auch auf ihr ambivalentes Verhältnis zum „Heimatland“ Deutschland hin.
Durch die Dokumentierung von Aussiedlerjugendlichen und Jugendliche
türkischer Herkunft werden im Film zwei Zuwanderergruppen fokussiert,
die sich durch ihren rechtlichen Status und ihre Wahrnehmung in der Ö
ffentlichkeit stark unterscheiden. Von den 2,5 Mio. Menschen türkischer
Herkunft in Deutschland haben mittlerweile 500 Tausend die deutsche
Staatsbürgerschaft. Der Rest hat nur die türkische, und damit
fehlen
diesen Menschen auch die elementaren Rechte zur demokratischen
Beteiligung. Während diese Menschen meist äußerlich leicht
zu
identifizieren sind, sind Aussiedler bzw. Spätaussiedler auf den ersten
Blick von der Mehrheitsbevölkerung nicht einfach zu unterscheiden.
Ebenso verfügen Aussiedler über die deutsche Staatsbürgerschaft,
was
sich trotz aller sonstigen integrationspolitischen Defizite
integrationsfördernd auswirkt.