"
Wenn der Krieg zu Ende geht, werde ich Filme drehen". - "Welche,
Sowjetische oder Deutsche?" - "Unsere, Weißrussische!".
- Mit diesem Dialog von zwei Polizisten beginnt das Kriegsdrama von Andrei
Kudinenko, dem Absolvent der Kunstakademie in Weißrussland, das eben
dort von den offiziellen Behörden für öffentliche Vorführungen
verboten wurde. Sein Debüt entstand aus einem Kurzfilm "Adam und
Eva" mit Unterstützung des Rotterdamer Filmfestivals und besteht
aus drei Novellen "Adam und Eva", "Mutter" und "Vater".
Der Film ist mit wahrer Leidenschaft und mit modernem Verständnis für
den Film als einer aktuellen folkloristischen Form gemacht. Allein schon
die Tatsache, dass er nicht vom Staat, sondern von einer privaten Firma produziert
wurde, macht ihn revolutionär. Darüber hinaus erzählt er die
Geschichte des Partisanenkriegs kontrovers zur offiziellen Geschichtsschreibung.
Das ist das erste Zeichen für die Geburt des nicht-sowjetischen, weißrussischen
Films.