Aleksandr Sokurow wurde 1951 in Sibirien geboren. Den Großteil seiner Kindheit verbringt er an ständig wechselnden Orten – abhängig davon, wohin sein Vater, ein sowjetischer Armeeoffizier, versetzt wird. An der Universität von Gorki absolviert er das Studium der Geschichte, erst danach schreibt er sich an der Moskauer Filmhochschule ein. 1978 will Sokurow das Filmstudium mit seinem ersten Spielfilm Die einsame Stimme des Menschen abschließen. Der Film wird von der Schulleitung und der sowjetischen Regierung jedoch abgelehnt, ebenso wie seine Filme, die in der Folgezeit in den Leningrader Dokumentarfilmstudios entstehen. Das faktische, fast zehnjährige Verbot von Sokurows Filmen wird 1986 nach Fürsprache von Andrej Tarkowski gelockert. Die Filmographie von Aleksandr Sokurow umfasst mittlerweile über 30 Titel, viele davon wurden international ausgezeichnet.